Fachbereich Altersmedizin Wir erweitern unser bestehendes medizinisches Angebot um die Altersmedizin (Geriatrie).

Die Altersmedizin nimmt in ihrer Bedeutung immer mehr zu. Schauen wir uns die demografische Entwicklung an und gleichen das mit der Altersentwicklung im täglichen Krankenhausbetrieb ab, so stellen wir fest, dass viele unserer betreuten Patienten - auch durch medizinischen und technischen Fortschritt - immer älter werden. Aus aktuellen Statistiken können wir entnehmen, dass wir allein in NRW zwischen 2015 - 2050 einen Zuwachs an über 70-jährigen von 46 % zu erwarten haben.

Dies hat uns veranlasst, schon seit längerer Zeit über eine Erweiterung unseres medizinischen Angebotes nachzudenken.

Wir vertreten die Meinung, dass in jedem Krankenhaus ein medizinischer Bereich vorgehalten werden sollte, der sich mit den Erkrankungen im Alter beschäftigt. Aus unserer Sicht ist der persönliche Kontakt zu Familie und Freunden ein wichtiger Faktor in der Behandlung unserer älteren Patienten. Das bedeutet für uns, dass der Weg zum Patienten möglichst kurz und die Einrichtung gut erreichbar sein sollte, um einen täglichen Kontakt zu Familie und Freunden aufrechtzuerhalten.

Respektvolle Begegnung und würdevolle Behandlung

Auf Grundlage einer respektvollen Begegnung und würdevollen Behandlung hilft die geriatrische Abteilung des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft älteren, mehrfach erkrankten Patienten, ihre Beschwerden zu lindern und an ihren vertrauten Lebensbereichen wieder teilhaben zu können. Mit der Einrichtung des Bereiches für Altersmedizin besteht nun im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft die Möglichkeit, durch Fachärzte für Altersmedizin auch in den anderen Fachbereichen eine medizinische Mitbetreuung zum Wohle des Patienten anzubieten.

Basis für unsere Arbeit ist hier eine multimodale, interdisziplinäre Ausrichtung mit einem individuellen Versorgungs- und Therapieansatz. Unter internistisch-geriatrischer Leitung und Beteiligung anderer Fachärzte können alle wesentlichen Krankheitsbilder des Alters kompetent versorgt werden.

Ziel der Altersmedizin ist es, die Beschwerden der Patienten zu lindern, d.h. die Beeinträchtigungen abzubauen und die Leistungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Alltagskompetenz bestmöglich zu stabilisieren und aufzubauen.

Interdisziplinärer Ansatz

Durch die breite fachärztliche Zusammenarbeit in unserem Haus entsteht eine optimale Betreuung speziell für mehrfach erkrankte Patienten. Gleiches gilt für den therapeutischen Bereich, in dem Logopäden, Schluckspezialisten, Ergo- und Physiotherapeuten sich gemeinsam um unsere Patienten kümmern. Das Team wird durch fachweitergebildete Pflegefachkräfte abgerundet und für eine wertschätzende Betreuung Sorge tragen.

Dafür stehen wir - unsere Behandlungsziele

  • Vermeidung / Verringerung von Pflegebedürftigkeit
  • Erlangen bzw. Erhalten von größtmöglicher Selbstständigkeit älterer Menschen
  • Verbesserung der Mobilität
  • Ermöglichen einer eigenständigen Lebensführung bzw. Rückkehr in das gewohnte soziale Umfeld
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit
  • Soziale Integration / Re-Integration
  • Eigenständigkeit / Sicherung des Lebensunterhalts
  • Steigerung des Wohlbefindens, der Lebensfreude und des Selbstwertgefühls

Unsere diagnostischen Maßnahmen und unser Therapieangebot

  • Digitales Röntgen / CT
  • Sonographische Untersuchungen einschließlich Farbdoppler
  • Langzeit-EKG
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Rechtsherzkatheter-Messplatz
  • Spirometrie
  • Belastungs-EKG
  • Endoskopie (Endoskopie, Laryngoskopie, Gastroskopie, Coloskopie, TEE)
  • Neurologische Diagnostik (EEG, Elektrophysiologie)
  • Schlafapnoe-Screening
  • Demenz-Diagnostik
  • Medikamentöse Therapie unter Beachtung der Besonderheiten geriatrischer Patienten
  • Therapieüberwachung und ggf. Anpassung
  • Bewegungstherapie, u.a. in einem großen Bewegungsbecken
  • Aktivierend-therapeutische Pflege
  • Angepasste Physiotherapie zur Verbesserung der Mobilität und Selbsthilfe in Einzel- und Gruppentherapie
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • Psychologie
  • Logopädie / FEES
  • Klärung der poststationären Versorgung durch den Sozialdienst

Typische geriatrische Krankheitsbilder

  • Frischer Schlaganfall und neurologische Defizite nach zurückliegendem Schlaganfall
  • Parkinson-Syndrom und andere neurologische Erkrankungen mit Sprach- und Schluckstörungen
  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Mobilitäts- und Selbstständigkeitseinbuße nach Knochenbrüchen oder Gelenkersatzoperationen
  • Ernährungsstörungen und Austrocknung
  • Akute Verwirrtheit
  • Störung der geistigen Leistungsfähigkeit (Demenz mit deliranten Verwirrtheitszuständen)
  • Depressionen im höheren Lebensalter
  • Gehstörungen, wiederholte Stürze
  • Osteoporose
  • Inkontinenz (Störung der Urin- und Stuhlentleerung)
  • Probleme und Schädigungen durch Medikamente (Einnahme zu vieler oder ungeeigneter Präparate)
  • chronische Wunden, chronische Schmerzen, palliativmedizinische Probleme

Sabina Funke

Chefärztin Altersmedizin (Geriatrie)

s.funke@fkkg.de  

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